„Ich will verstehen.“

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Spielfeld

An was man denkt bei diesem Begriff? Die einen denken an Fussball - nicht immer ein erfreuliches Thema. Die anderen an Mensch-Ă€rgere-dich-nicht - auch nicht immer das, zu was es aufruft. Wieder andere malen sich aus, wie sie ein solches ausgestalten wollen und nennen es Strategie.

Hier gibt es also eine Menge Assoziationen, die man hervorrufen kann.

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Wahnsinn

Hier liegen wir zwischen Entsetzen und Begeisterung - beides kann mit „Wahnsinn!“ ausgedrĂŒckt werden.

Kommen zum Beispiel aus dem Politik-Betrieb Äußerungen oder Entscheidungen, die KopfschĂŒtteln hervorrufen oder man sich sogar fragt, ob denn das Personal dahinter auf Droge war, bedeutet der Ausruf eine klasklare Ablehnung.

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Überraschung Gabriela Rieck Überraschung Gabriela Rieck

Überraschung

Klingt in diesem Wort nicht etwas Verheißungsvolles? Nach etwas in einer aufregenden Verpackung? Wenn man sie schĂŒttelt, macht es GerĂ€usche, die Form des Ganzen ist ungewöhnlich, nichts deutet so recht auf den Inhalt hin.

Man schaut sich das Objekt von allen Seiten an, macht sich daran, Schicht fĂŒr Schicht der UmhĂŒllung abzuschĂ€len; alles ganz schön spannend.

Und dann
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Fragen Gabriela Rieck Fragen Gabriela Rieck

Fragen

Fragen zu stellen, ist wahlweise eine pĂ€dagogisch wertvolle Maßnahme - man denke an die Sesamstraße, die Kinder animiert, mit „wer, wie, was, wieso, weshalb, warum“ Erwachsenen Löcher in den Bauch zu fragen. Oder eine Dummheit, weil Antworten erwartet werden, keine Fragen.

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Interesse

Äußert jemand, etwas sei interessant, kann man es eigentlich auch schon vergessen. Reine Höflichkeitsaussage, ungefĂ€hr auf der Höhe von „nett“ - eben ĂŒberhaupt nicht interessant.

Es ist schade, dass dieses Wort so sehr seine IntensitÀt verloren hat, seinen Wert, der die so bezeichnete Angelegenheit erhebt, abhebt, hervorhebt. Dabei ist es doch das Interesse, das die Aufmerksamkeit weckt, den Forschungsdrang initiiert, zu etwas Neuem aufbrechen lÀsst.

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GesprÀch Gabriela Rieck GesprÀch Gabriela Rieck

GesprÀch

Gibt es bei all dem Getöse, Geschrei, GezĂ€nk, das gar nicht immer laut, aber sehr durchdringend daher kommt, eigentlich noch das GesprĂ€ch? Also nicht das, was uns so vorgefĂŒhrt wird in sogenannten Talk-Shows oder auf Podien diverser Veranstalter oder in den als Diskussion getarnten Themen-Runden. Echtes GesprĂ€ch, zwischen den so gern zitierten „normalen“ Menschen, zwischen Nachbarinnen, Freunden, innerhalb von Familien, im kollegialen Umfeld.

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Vorsicht Gabriela Rieck Vorsicht Gabriela Rieck

Vorsicht

Irgendwie ist uns etwas aus dem Blick geraten. Dabei könnten wir viel entdecken, wenn wir endlich mal wieder die Augen öffnen und - statt auf das ewig vor den Kopf gehaltene Smartphone - nach vorne schauen. Und manchmal auch zurĂŒck. Dazu spĂ€ter.

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Gewissen

Manch einer stellt sie sich: Die Gewissensfrage. Andere empören sich, wenn man ihnen „ein schlechtes Gewissen“ macht. Wobei man hier bereits anmerken könnte: Entweder man hat ein Gewissen, das sich in kritischer Auseinandersetzung bemerkbar macht, oder man hat keins, dann kann es weder gut noch schlecht sein. Nun.

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Zielgruppen Gabriela Rieck Zielgruppen Gabriela Rieck

Zielgruppen

Ordnung macht das Leben leichter. Und so werden Menschen seit vielen Jahren gerne in Schubladen eingeordnet, die in der Kommode „Zielgruppen“ stecken. Im Marketing ist man nach dieser Methode darĂŒber im Bilde, wer genau einen bestimmten Schokoriegel kaufen und essen wird; im Politik-Betrieb unterteilt man nach derartigen Kategorien Menschen hinsichtlich ihres Wahlverhaltens; und im gemeinnĂŒtzigen Sektor findet man ĂŒber diesen Mechanismus heraus, wen man fĂŒr großzĂŒgige Spenden gewinnen kann. 

So weit die Theorie.

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Reputation Gabriela Rieck Reputation Gabriela Rieck

Reputation

Irgendwie scheint der Begriff Reputation etwas aus der Mode gekommen zu sein. Wie schade. Denn im Gegensatz zum gerne gebrauchten „Image“, das den Glanz und Gamour der OberflĂ€che aufruft, schwingt bei der Reputation mehr mit. Im Wortsinne ist damit gemeint, dass etwas betrachtet wird und dass diese so gewonnenen EindrĂŒcke auf ihren Wert hin abgewogen werden. Das braucht - man ahnte es - Zeit.

Die sollten wir uns nehmen. In jeder Hinsicht.

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Hofnarr

Dies ist ein PlĂ€doyer. FĂŒr die RĂŒckkehr ins spĂ€te Mittelalter. Allen Ernstes.

Nun mag manch einer zynisch entgegnen, dass wir da doch lÀngst wieder angekommen sind: rechtlose Gesellen allerorten am Werk, die Herrschaft auf wenige verteilt, der Pöbel auf sich allein gestellt.

Doch halt. Zynismus ist nicht das Mittel der Wahl, um Entwicklungen zu erreichen, die Aufbruch und Neuzeit bedeuten.

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Exzentrik

Wenn es etwas gibt, was in diesem Land ĂŒberhaupt nicht gut ankommt, dann ist es das: Exzentrik. Der Grund steckt schon wieder im Wort selbst. Außerhalb eines sicheren Zentrums, weg von der vermeintlich stabilen, unauffĂ€lligen Mittel, da gehört man nicht hin. Lieber Mittelmaß.

Zu was das fĂŒhrt?

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Staunen

Zuweilen kommt man aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Wobei 
 

Das ist möglicherweise ein bisschen gedankenlos dahingeschrieben. Denn das, was uns irritiert, ist meistens nichts, das uns wirklich staunen lĂ€sst. 

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Simulation

Manchmal beschleicht einen zunehmend das GefĂŒhl, man befinde sich in einer Simulation. Das kann beruhigend sein - so schlimm ist die Welt in Wirklichkeit gar nicht, man steckt in einem blöden Film - oder aber höchst erschreckend: Offenbar sind wir in der schlimmsten aller vorstellbaren RealitĂ€ten gelandet.

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Suche

In einer Welt, in der das Finden das Maß der Dinge ist, hat die Suche einen schlechten Stand. Das beginnt schon bei den Pfadfindern. Die werden angehalten, den Weg aus dem Dickicht zu finden, nicht darin herumzuforschen. Das geht weiter in der Schule. Nicht die Suche und das Experiment werden belohnt, sondern die korrekte Antwort auf eine meist ziemlich eindimensionale Frage. Und im Job ist es nicht anders: Lösungen finden, neue GeschĂ€ftsfelder, Innovationen. Alles, was Ergebnis und Wachstum bedeutet und alles, was man als FundstĂŒck vorweisen kann, wird belohnt.

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SouverÀnitÀt

Ein beeindruckender Auftritt, machtvoll, alles hĂ€lt den Atem an, man lauscht den Worten beeindruckt. Möglicherweise fĂŒhlt man sich gar klein neben einer Person, die eine derartige PrĂ€senz ausstrahlt. 

Doch fragen wir uns einmal: Sprechen wir hier wirklich von SouverÀnitÀt? Was ist mit diesem Begriff eigentlich gemeint?

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WĂŒrde Gabriela Rieck WĂŒrde Gabriela Rieck

WĂŒrde

Die AufklÀrung gipfelte in der Auffassung, der Mensch habe Vernunft.

Das deutsche Grundgesetz stellt diesen Artikel vor alle anderen Gesetze: Die WĂŒrde des Menschen ist unantastbar.

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Menetekel

Ein so besonderes Wort, das nicht gerade im ĂŒblichen alltĂ€glichen Wortschatz vorkommt. Manch einem ist der Ausdruck vom „Menetekel an der Wand“ gelĂ€ufig. Und obwohl das Wort doch recht harmlos klingt, fast wie ein Figur aus einer freundlichen Serie, so ist mit dem Spruch eben doch etwas Unheilvolles gemeint. Den wer es dort, an der Wand erkennt, dem ist klar, dass das keine guten Vorzeichen bedeuten.

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Zugehörigkeit

Menschen werden verbreitet als soziale Wesen bezeichnet. Als solche suchen sie dann nach Zugehörigkeit, nach der Aufnahme in einen bestimmten Kreis, eine Gruppe, eine Organisation. Egal, ob es um Mitglieder einer Hobby-Mannschaft im Sport geht, um die Zuordnung zu einem beruflichen Team oder die Aufnahme in eine Partei, man ist oder wird Teil eines GrĂ¶ĂŸeren. 

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MentalitÀt

Unterschiedlichen Kulturen werden verschiedene MentalitĂ€ten zugeordnet. Die Norddeutschen unterscheiden sich von den Bayern, RheinlĂ€nder von Berlinern, SĂŒdeuropĂ€ern schreibt man andere Eigenschaften zu als Asiaten. Das erfordert im Berufskontext FĂ€higkeiten, die mit „interkultureller Kommunikation“ beschrieben werden. Bedeutet das, MentalitĂ€t kann man lernen? Zumindst den Umgang damit?

Das wÀre zu kurz gegriffen.

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