„Ich will verstehen.“
Versuch
Der Versuch geht in unseren Breitengraden nahezu zeitgleich einher mit dem Irrtum. Und damit führt er schnell mal in die Sackgasse. Man sieht ihn eher scheitern als dass etwas Gutes dabei entstehen könnte.
Mehrheit
Wer hat hier eigentlich recht? Wenn man sich nicht so ganz sicher ist, schielt man schnell mal auf die Mehrheit. Viele Menschen zusammen genommen können ja nicht falsch liegen. Das weiß man spätestens, seit man von der Schwarmintelligenz gehört hat.
Frage
Die Frage ist die Mutter des Wissens. Richtig gelesen. Nicht die Antwort.
Nun hat die Frage nicht den allerbesten Ruf. Steht sie doch gemeinhin für Ahnungslosigkeit, für Verunsicherung, für eine schlechte Ausgangsposition in einer Gesellschaft, die die Lösung - vorzugsweise die schnelle - bevorzugt und einfordert.
Was für ein Mißverständnis. Hier soll also der Frage ein Denkmal gesetzt werden.
Eskapade
Was mit diesem Wort gemeint ist, scheint schnell klar zu sein: Wer sich Eskapaden erlaubt, der begeht Verrücktheiten, andere rümpfen die Nase über eine Verhaltensweise, die sich nicht gehört. Eskapaden sind hierzulande selten gern gesehen.
Denn - im herkömmlichen Wortsinne: Hier entsagt jemand einer Gewohnheit, flüchtet sich aus gesetzten Regeln und Vorgaben.
Transformation
Ein Wort, das - mit verschiedenen Bedeutungen - ein großes Gewicht hat. Transformation wird seit Neuestem mit „Wumms“ umschrieben, auch mal mit „Change“ oder mit Innovation. Doch der Begriff bietet mehr.
Aus dem technischen Umfeld kennen wir den Trafo. Ein Gerät, das - amateurhaft interpretiert - Umwandlung ermöglicht: aus einer Eingangsspannung kann eine nutzbare (Energie-)Leistung erzeugt werden.
Was hat das mit uns zu tun?
Architektur
Erst einmal scheint dieser Begriff ja ganz klar zu sein. Gebäude sind Gebilde der Architektur. Die sind mal schön, mal weniger, zweckmäßig oder nicht, aus Holz, Stein oder anderen Materialien usw. Damit Architektur entsteht, braucht es einen Bauherren - die Baudame kommt im Vokabular nicht vor - und eine Person, die sich mit Planen und Bauen auskennt: die Architektin oder den Architekten.
Bescheidenheit
Dieser Begriff scheint einerseits genau in diese Zeit zu passen, andererseits nun aber auch gar nicht. Viele kennen den ziemlich grausam getexteten Reim „Bescheidenheit ist eine Zier - doch weiter kommst Du ohne ihr“. Also doch lieber Raffgier und Opulenz?
So einfach ist die Sache mal wieder nicht.
Beziehung
Vermutlich assoziiert dieses Wort spontan die private Beziehung. Doch schon die ist nicht mehr - und war vermutlich nie - die klassische Frau-Mann-Paarung, die zur Familiengründung diente und im Staatsgefüge eine stabilisierende Rolle hatte. Und nach wie vor hartnäckig hat.
Beziehung ist heute so vielfältig wie es menschliche Vorstellungen und Empfindungen gibt.
Herkunft
Wenn man wissen will, woher man oder woher etwas kommt, dann geht es um Herkunft. Wo wurde ein Mensch geboren, wo ein Produkt erfunden oder gemacht, das ist die Frage. Doch warum ist es so wichtig, diese Information zu haben? Was also hat es mit der Herkunft auf sich, dass die Frage danach und noch mehr die Antwort auf diese Frage einer derart große Rolle spielt?
Verstand
Da denkt man, hier ginge es nun bewegt zu. Doch wieso steckt dann in dem Wort Verstand so etwas Statisches? Die zweite Silbe lautet „-stand“, da ist also offensichtlich keine Bewegung drin.
Doch man muss es vielleicht anders denken.
Wissenschaft
Wissenschaft verortet man gerne im dafür herbeizitierten Elfenbeinturm. Wobei den noch niemand gesehen hat. Wo ist der? Und was überhaupt soll das für ein Gebäude sein?
Im Umkehrschluß kann man sich bei der Wissenschaft Ähnliches fragen: Was ist das? Wo findet man die? Und wer steckt dahinter?
Autarkie
Nun wird es hier aber speziell. Auf der einen Seite wird in diesen Texten vielfach ein gemeinschaftliches Miteinander, ein Austausch, ein soziales Gefüge beschrieben, nun scheinbar das Gegenteil. Autarkie meint doch Unabhängigkeit, ja Selbstgenügsamkeit. Autarke Menschen oder Institutionen brauchen demnach niemand anderen. Die ultimative Freiheit also.
Da geht doch was nicht zusammen.
Kommunikation
Es ist ein verbreiteter und oftmals fataler Irrtum, Kommunikation sei das Gleiche wie Information. So wird entsprechend oft letzteres als ersteres verkauft.
Wo liegt der entscheidende Unterschied: Eine Information dient dazu, einen Sachverhalt, eine Regel, eine in dem Moment gültige Aussage zu vermitteln. Besonders gern genommen: die Gebrauchsanweisung. Eine meist unverständliche Information. Die geht in eine Richtung – von der Absenderseite zu einer in der Regel unbekannten Empfängerseite. Nix mit „zusammen“ oder „gemeinschaftlich“. Schon mal gar nicht hat das etwas zu tun mit Austausch. Ähnlich übrigens wie ein Lautsprecher. Oder hat schon mal jemand versucht, mit dem in einen Austausch zu gehen?
Alter
Dieses Wort hat ungefähr den gleichen Charme wie beispielsweise Zeugnis. Die allermeisten fürchten sich davor oder erwarten zumindest nichts Gutes. Es jagt im Mindesten Respekt, oft genug aber Furcht ein.
Dabei ist das Wort „Alter“ doch erst einmal ganz unschuldig.
Neutralität
In diesem Blog werden viele Fragen gestellt. Auch hier starten wir gleich damit: Kann es auf einer Welt mit ca. 8 Milliarden Menschen so etwas wie „Neutralität“ überhaupt geben?
Lösung
Gesucht wird hier eine Lösung. Nein, DIE Lösung, die eine. Und zwar nicht irgendeine, sondern die gute, alles lösende Lösung. Keine aus dem Zauberkasten der Chemie oder der Haushaltsreiniger, die jeden Dreck beseitigen; stattdessen die, die von Armut über Krieg und Katastrophen bis hin zu Zerstörungswut alles aus der Welt zu schaffen vermag, was uns belastet.
Arbeit
Achherrjemineh. Jetzt wird es wohl anstrengend. Arbeit steht für Mühsal, Plage, auch Knechtschaft oder Abhängigkeit. All das, was man als freier Mensch nicht will. Und wenn es nicht darum gehen würde, dass die „Freiheit, die wir meinen“ nur mit Geld zu finanzieren ist und das ja irgendwo her kommen muss, könnte man auf diese Form von Arbeit oftmals nur zu gerne verzichten.
Wahrheit
Um es gleich vorweg zu sagen: eine Definition von Wahrheit wird es hier nicht geben. Es ist nach dem Stand verschiedener Wissenschaften - zuvorderst der Philosophie – vermutlich auch gar nicht möglich, eine solche ein für alle Mal feststehend zu verfassen.Dennoch ist es reizvoll, dem Phänomen Wahrheit ein wenig Zeit zu widmen.
Protest
Protest hat viele Gesichter. Und viele Formen.
Es gibt ihn still oder laut. Sitzend oder laufend. Ganz groß oder klein. Lang oder kurz. Energisch oder ermüdet. Öffentlich oder verborgen. Enorm verärgert oder sehr humorvoll. Für Geld oder für Leben. Und so weiter.
Doch bevor wir hier weiter ins Eingemachte gehen, werfen wir doch mal wieder einen Blick auf die Herkunft, die Bedeutung des Wortes.
Schwäche
„Ganz schön schwach“ ist keine anerkennende Äußerung. Auch, wenn diese Schwäche mit „schön“ geadelt wird. Kinder sind schwach, Kranke, alte Menschen. Und Frauen. Selbst, wenn sie stark scheinen oder sein wollen. Lauter Geschöpfe, die geschützt werden müssen.
Problem an der Sache - wobei wir noch feststellen werden, dass es nicht nur ein Problem bei der landläufigen Vorstellung von Schwäche gibt -: zu einem schwachen Geschöpf wird man gemacht.